Lintfort mit Remis im ersten Heimspiel nach dem Aufstieg

Eigentlich hatte niemand im Lintforter Lager damit gerechnet, nach dem Heimspiel gegen Nürtingen mit einem Punktgewinn unzufrieden zu sein. Aber das Remis nach einem großen Kampf vor 350 Zuschauern hinterließ auf beiden Seiten eher Kopfschütteln als Freude über den Punktgewinn. Erst beim Essen nach dem Spiel kam bei den TuS Spielerinnen die Freude über einen gelungenen Heimauftakt durch.

Beide Teams hatten die Partie mit sehenswertem Tempohandball begonnen. Als Lintfort sich Mitte der ersten Halbzeit zwei unnötige Abspielfehler im Aufbauspiel erlaubte, nutzen die clevere und erfahrene Truppe aus Nürtingen diese und setzte sich mit vier Toren ab. Bis zum Seitenwechsel musste Lintfort darum kämpfen, den Rückstand nicht zu groß werden zu lassen. Das 10-14 zur Pause war aber nicht gerade das Wunschergebnis der Gastgeberinnen.

Offensichtlich hatte TuS Trainerin Bettina Grenz-Klein in der Pause aber die richtigen Worte gefunden. Ihr Team präsentierte sich endlich kampfstark und hatte offensichtlich den Respekt vor Nürtingen abgelegt. Schnell war der 14-14 Ausgleich geschafft und der TuS konnte sogar im weiteren Verlauf sogar in Führung gehen. Angetrieben von Torhüterin Nicole Hillig, Mona Butzen (5 Tore) und der überragenden Naina Klein (6 Tore) baute Lintfort diese Führung sogar auf 22-18 aus. Nürtingen mobilisierte noch mal alle Kräfte und stemmte sich gegen die Niederlage. Als Tatjana van den Broek nach einer Behandlungspause aufgrund der neuen Regeln für drei Angriffe das Spielfeld verlassen musste gab es eine Bruch im Lintforter Spiel und Nürtingen profitierte davon, dass der TuS zwei klare Chancen ausließ, zwei weitere Pfostentreffer verzeichnete und kurz vor dem Ende einen Strafwurf vergab.

Am Ende stand dann ein Remis, das beiden Trainern keine Freude bereitete. Stefan Eidt (TGN).“Wir haben die Partie direkt nach der Pause aus der Hand gegeben und mussten am Ende mit dem Punkt froh sein, der eigentlich beim 18-22 schon verloren war“. Bettina Grenz-Klein sah zumindest das Ergebnis als positiv an „wir haben uns gleich im ersten Heimspiel den ersten Punkt erobert. Ich musste schon mal länger warten“ scherzte sie nach der Partie. „Wir haben einfach zulange gebraucht, um den Respekt abzulegen und am Ende unsere klaren Chancen leider nicht genutzt. Aber auf diese Leistung lässt sich durchaus aufbauen“


Im Bild: Youngster Naina Klein spielte nach dem Wechsel überragend und erzielte neben Mona Butzen (5 Tore) mit 6 Toren die meisten Treffen für ihr Team.

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